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Stichbandkeramik ArtikelAuf die in dem westlichen Mitteleuropa älteste neolithische, d. h. jungsteinzeitliche Kultur der Linearbandkeramik folgt zeitlich die sogenannte Stichbandkeramik. Absolutchronologisch ist die Stichbandkeramik zwischen 4500 und 3800 v. Chr. anzusetzen.
Wie die Kultur der Linearbandkeramik ist auch die Kultur der Stichbandkeramik nach der Verzierungstechnik auf der Keramik benannt: Die einzelnen Motive, Winkelbänder und vertikale und horizontale Linien, sind mittels eines mehrzinkigen Gerätes aus vielen Einstichen zusammengesetzt.
Die Kultur der Stichbandkeramik ist in Bayern, Böhmen, Mähren und Österreich verbreitet. Westlich des Lechs sowie weiter nördlich schließt sich die Rössener Kultur an.
Bereits mit dem Ende der Linearbandkeramik wird ein Trend zur verstärkten Bildung von regionalen Gruppen fassbar. Während zur Zeit der frühen Linearbandkeramik das Erscheinungsbild der Kultur in Bezug auf Keramik, Hausbau und Werkzeuginventar relativ einheitlich war, entstehen nun örtlich begrenzte Ausprägungen in Verzierungsstilen.
Die Stichbandkeramik ist ein Ausdruck der verstärkten Regionalisierung. In dem Verlauf ihrer Entwicklung spaltet sie sich in weitere regionale Gruppen auf: So findet man in Bayern die sog. Gruppe Oberlauterbach , während beispielsweise in Böhmen die böhmische Stichbandkeramik verbreitet ist.
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Im Keramikinventar der Stichbandkeramik finden sich Flaschen, Kümpfe, Schüsseln, Schalen und beutelartige Gefäße. Sie sind häufig mit der charakteristischen Stichverzierung bedeckt. Zudem finden sich bisweilen plastische Verzierungen in Form von Knubben, Ösen etc.; besonders charakteristisch sind nach oben gezogene Handhaben, die als Hörnerhenkel genannt werden.
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Im Gegensatz zu dem geraden Langhaus der Linearbandkeramik weisen die Häuser in der Stichbandkeramik leicht gebauchte Längsseiten auf, erreichen aber noch stets beachtliche Längen (bis zu 20-30m). Die Häuser sind Pfostenbauten, d. h. eine Reihe von Ständern trägt das Dach. Die Wände wurden aus Flechtwerk mit Lehmbewurf gefertigt.
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